Evangelische Kirche von Westfalen

Evangelisch in Westfalen: Glauben aus gutem Grund.

Geschlechtsspezifische Arbeit

Ziel

Geschlechtsspezifische Arbeit hat die Entwicklung eines je eigenen geschlechts- und rollenspezifischen Persönlichkeitsprofils im Sinne der integrierten Authentizität zum Ziel. Vorrangige Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche. Geschlechtsspezifische Arbeit geschieht durch einen pädagogisch initiierten und begleiteten Prozess in der Auseinandersetzung mit der sozialen Rolle im Kontext eigener Vorstellungen und gesellschaftlicher sowie religiöser Erwartungen und Konventionen.

Beschreibung

Die Beachtung der geschlechtsspezifischen Interessen von Mädchen und Jungen, Männern und Frauen ist Ausgangspunkt der Geschlechtsspezifischen Arbeit. Insbesondere die Prägungen hinsichtlich des sozialen Geschlechts wandern in den Vordergrund. Dabei werden (wie auch sonst in der Genderarbeit) festgesetzte Geschlechterrollen hinterfragt und alternative Handlungsmöglichkeiten eröffnet. In der offenen koedukativen Arbeit - z.B. in den Jugendfreizeitstätten - gilt es, Mädchen und Jungen alternative Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen. Dies kann einerseits den Umgang untereinander betreffen, indem z.B. der Raum gegeben wird, sich ohne das andere Geschlecht zu treffen und zu agieren. Dies kann andererseits den Umgang miteinander betreffen, indem ein an Geschlechtergerechtigkeit ausgerichtetes Handeln eingeübt, als selbstverständlich akzeptiert und informell als "Alltagskultur der Einrichtung" angenommen wird. Der Weg für eine Übertragung außerhalb der Einrichtung wird geebnet. Das geschieht durch geschlechtersensible Wahrnehmung, durch die Reflexion des Umgangs in der Einrichtung, durch pädagogisches Agieren und Reagieren bzgl. der Sprache, des Miteinanders und durch die Herangehensweise an Konfliktlösungen.