Seelsorge auch für Diakon/-innen und Gemeindepädagog/-innen möglich

Ausführungsverordnung der Landeskirche regelt die Einbindung von nicht ordinierten Mitarbeitenden unter den Schutz des Seelsorgegeheimnisgesetzes (SeelGG)

01.07.2014

Die am 12. Juni 2014 in Kraft getretene "Ausführungsverordnung zum Kirchengesetz zum Schutz des Seelsorgegeheimnisses" (AVO-SeelGG) regelt die Einbindung von nicht ordinierten Mitarbeitenden -ordiniert sind alle Pfarrerinnen und Pfarrer- in das hohe Gut des Seelsorgegeheimnisses.

Das hier Klärungsbedarf bestand, zeigte sich in der Vergangenheit an einzelnen Beispielen, wo z.B. Diakone gezwungen wurden, vor Gericht auszusagen, obwohl ihre Aussage auf ein ihnen im seelsorgerlichen Gespräch anvertrauten Sachverhalt beruhte.

Diakoninnen und Diakone können auf Antrag und bei Nachweis der entsprechenden formal nachweisbaren seelsorgerlichen Qualifikation in der Ausbildung ohne weitere Qualifikation eine Seelsorgeauftrag durch die zuständige Superintendentin/ den Superintendenten erhalten.

Alle weiteren nach VSBMO angestellten Mitarbeitenden können dann einen Seelsorgeauftrag erhalten, wenn sie ebenfalls die nach den Richtlinien für die theologische Ausbildung von Diakoninnen und Diakonen vom 1.2.1994 (KABl 1994 S. 46) erforderliche Qualifikation nachweisen. Ist das nicht der Fall, bietet eine Qualifizierungsmaßnahme im Umfang von mind. 125 Unterrichtsstunden die Möglichkeit, einen Seelsorgeauftrag zu erhalten und damit unter das Seelsorgegeheimnisgesetz zu fallen.

Die Ausführungsverordnung ist im aktuellen Kirchlichen Amtsblatt (KABl Nr. 6 vom 30. Juni 2014) veröffentlicht worden und wird ab Mitte Juli in der online verfügbaren Rechtssammlung der EKvW zu finden sein: http://www.kirchenrecht-westfalen.de/showdocument/id/15108

 

 

 
 
 
 
Seelsorge auch für Diakon/-innen und Gemeindepädagog/-innen möglich
 

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