Integrative Arbeit

Ziel

Ziel der integrativen Arbeit ist es, die Belange der Menschen mit Behinderung stärker in den Blick zu nehmen und Kontakte zu Menschen mit Behinderungen und Behinderteneinrichtungen zu fördern, um die Teilhabe aller Menschen (mit oder ohne Behinderung) am Leben in der Gemeinde zur Normalität werden zu lassen. Im Sinne des inklusiven Ansatzes sollen alle Angebote in der Gemeinde in Hinblick auf den barrierefreien Zugang und auf die barrierefreie Partizipation von Menschen mit Behinderungen überprüft werden. Darüberhinaus kann es Ziel sein, gezielte Angebote für bestimmte Gruppen von Menschen mit Behinderungen anzubieten.

Beschreibung

In der heilpädagogischen Fachdiskussion hat es in den letzten Jahren einen Paradigmenwechsel gegeben. Der Gedanke von Integration als "Integration einer Person von außen in ein gesellschaftliches Gebilde" ist durch Inklusion ersetzt worden. Man geht von einer Vielfalt der Menschen in ihrer Originalität und Individualität aus und achtet sie als selbstbestimmende Subjekte. Jeder Mensch, behindert oder nicht, hat seine Bedürfnisse. Viele der Bedürfnisse werden von der Mehrheit geteilt. Darüberhinaus gibt es individuelle Bedürfnisse und Hilfebedarf gerade bei Menschen mit Behinderungen, wofür spezielle Mittel und Unterstützung bereit gestellt werden müssen (z.B. durch Gebärdendolmetscher, Assistenten, Rampen oder Leitsysteme).

Da aber in der gemeindlichen Realität der Paradigmenwechsel in der Regel noch nicht vollzogen wurde, geht es zunächst darum, sich mit dem Thema Behinderung in verschiedenen Gemeindegruppen auseinanderzusetzen, Kontakte zu Menschen mit Behinderungen und Behinderteneinrichtungen zu knüpfen und die Gemeinde als Ort für alle Menschen, mit oder ohne Handicap, zu etablieren. Neben einer barrierefreien Gestaltung aller Gemeindeveranstaltungen kann es sinnvoll sein, eigene Veranstaltungen, z.B. für junge Menschen mit einer geistigen Behinderung, durchzuführen, die das Selbstwertgefühl stärken und die Selbstständigkeit fördern.